Almanacco del Cinturino

Interasse delle anse

Der Anstoßabstand ist der innere Abstand, gemessen in Millimetern, zwischen den beiden Stiften, auf denen das Armband oder die Gliederarmband an dem Gehäuse befestigt wird. Er sollte nicht mit der äußeren Breite der Anstöße verwechselt werden: das ist ein ästhetisches Maß, dies ist ein funktionales.

An der Werkbank messe ich ihn mit einer Schieblehre, die innen an den Anstößen anliegt, bündig mit der unteren Kante des Gehäuses, wo das Armband auf das Metall trifft. Ein halber Millimeter Fehler hier erzeugt Spiel, Seitendruck auf die Glieder oder schlimmer noch, ein Armband, das überhaupt nicht passt. Ich habe schon Kunden gesehen, die ihre neuen Armbänder ruiniert haben, weil sie das äußere Maß statt des inneren genommen haben.

Die heute gebräuchlichsten Größen sind 18, 19, 20, 22 und 24 mm. Die 20 mm decken die meisten Sportuhren und mittleren Tool Watches ab. Die 22 mm findet sich häufig bei robusteren Tauchuhren. Die 24 mm ist historisch mit bestimmten Schweizer Herstellern verbunden, die Gehäuse mit großem Durchmesser produzieren. Ungerade Größen wie 19, 21 oder 21,5 mm gibt es und erschweren die Sache: der Aftermarket für diese Breiten ist begrenzter, die Preise steigen und die Auswahl wird kleiner.

Ein Detail, das technische Datenblätter oft ignorieren: Der Anstoßabstand kann zwischen den oberen und unteren Anstößen leicht variieren, wenn das Gehäuse asymmetrisch ist oder wenn der Hersteller ein geformtes Armband vorgesehen hat. In diesem Fall ist das relevante Maß der Punkt mit der engsten Stelle, denn dort muss das Armband ohne Zwang passen.

Der englische Begriff lug spacing ist der am häufigsten verwendete in Foren und internationalen Katalogen. Lug width wird als Synonym verwendet, beschreibt aber technisch nur die Breite des Anstoßes selbst, nicht den Abstand zwischen den beiden: die Unterscheidung ist subtil, aber real. Im Deutschen findet man auch Anstoßabstand und Anstoßbreite, weniger präzise aber verständlich.

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