Das Quickset ist eine Komfortfunktion, keine Präzisionsfunktion: Es dient dazu, die Datumsscheibe voranzutreiben, ohne die Zeiger durch Stunden sinnloser Rotation zu ziehen. Ich habe es bei scheinbar identischen Uhren hinzugefügt oder fehlend gesehen, und dieser Unterschied ist oft weit mehr wert, als der Markt zu bepreisen weiß.
Das mechanische Prinzip ist einfach. Die Krone hat eine Zwischenposition — unterschiedlich von der Stundeneinstellposition — die das normale Übertragungssystem trennt und die Datumsscheibe direkt über einen Rastmechanismus steuert. Jeder Klick der Krone rückt das Datum um einen Tag vor. Bei den verbreitetsten Kaliber wie der Rolex 3035 und später der 3135 wird dies in der ersten Kronenposition erreicht. Bei der Zodiac Sea Wolf 72B funktioniert das System anders: Man drückt die Krone nach innen und das Datum springt beim Loslassen, eine weniger elegante aber wirksame Lösung.
Die Unterscheidung zwischen einfachem und doppeltem Quickset ist bei der Day-Date relevant: Die Ref. 1803 hat keines von beiden; die 18038 hat nur das Datums-Quickset; die 18238 hat das doppelte Quickset, das unabhängig auf Datum und Wochentag wirkt. Es ist kein Katalogdetail — wer eine Day-Date ohne doppeltes Quickset einstellt, weiß, wie viel Zeit bei jedem Monatswechsel verloren geht.
Das technische Problem des Quicksets ist die sogenannte Gefahrenzone. In den Stunden vor und nach Mitternacht — grob von 22:00 bis 2:00 Uhr, mit Abweichungen von Kaliber zu Kaliber — ist der Datumshammer bereits mit den Zahnradzähnen in Eingriff, aber ohne ausreichende Spannung, um den Sprung abzuschließen. Das Quickset in diesem Zeitraum zu erzwingen, bricht die Zähne ab. Ich habe es mehrmals auf der Werkbank gesehen: Ein Eingriff, der hätte vermieden werden können. Der DUW 6101 von NOMOS löst das Problem mit einem zweistufigen Reibungssystem, das Spannungsaufbau eliminiert und das Quickset zu jeder Tageszeit und in beide Richtungen sicher macht. Es ist eine der wenigen wirklich originellen Lösungen für dieses Problem, das so alt ist wie das zyklische Datum selbst.
Die bidirektionale Einstellung — vorwärts und rückwärts — ist selten. Die NOMOS Tangente Neomatik 41 Update und die DUW 6101 bieten sie. Die Mehrheit der Kaliber, einschließlich der ETA-Kaliber der 2824er-Familie und der entsprechenden Sellita-Werke, funktioniert nur vorwärts: Um ein Datum zu korrigieren, muss man bis zum nächsten Tag drehen. Es ist kein schwerwiegender Mangel, aber es ist eine echte Einschränkung.
Ein praktischer Hinweis: Das Quickset ändert das Datum nicht synchron mit dem natürlichen Wechsel um Mitternacht. Nach einer manuellen Korrektur setzt die Uhr ihren Zyklus ab dem Punkt fort, an dem sich der interne Kalendermechanismus befindet. Bei einigen Kaliber kann eine Einstellung am späten Nachmittag den Mitternachtswechsel um mehrere Stunden vorverlegen. Es lohnt sich, dies zu beachten.