Almanacco del Cinturino

Explorer (orologio da esplorazione)

Die Explorers-Uhr ist keine Militär-Feldenuhr mit anderem Namen: Die Feldenuhr zeigt die Zeit im Kampf an, die Explorers-Uhr muss mehr leisten, unter Bedingungen, die kein Militärreglement je vorgesehen hat. Der Unterschied ist real, nicht Marketing. Rolex's Explorer setzte 1953 den Kanon des Genres, aber das Modell, das das reichste technische Vokabular generierte, ist die Explorer II, in ihrer ersten Version ref. 1655.

Die ref. 1655 ist das, was jeder die «Pfeilhand» nennt, vom Profil der orangefarbenen 24-Stunden-Zeiger, breit und spitz, lesbar auch mit Handschuhen. Es ist ein präziser Spitzname: dieser Zeiger ist das identifizierende Element des Modells. Gesagt, die 1655 ist kein GMT im technischen Sinne des Begriffs. Der 24-Stunden-Zeiger ist nicht unabhängig vom Stundenzeiger: die beiden bewegen sich synchronisiert. Der orangefarbene Zeiger fährt über die feste 24-Stunden-Lünette — Stahl, nicht drehbar, arabische Ziffern für gerade Zahlen und Strich-Indizes für ungerade Zahlen — und zeigt nur an, ob die Ortszeit Tag oder Nacht ist. Ein Tag/Nacht-Anzeiger, kein System zum Ablesen zweier separater Zeitzonen. Diese eigentliche Funktion wird mit der ref. 16550 im Jahr 1985 eintreffen.

Bei der 1655 konnte die äußere Lünette kein fluoreszierendes Material aufnehmen: Tritium auf freiliegenden Oberflächen verschlechterte sich zu schnell. Die Lösung bestand darin, 24 Tritium-Indizes direkt auf dem Zifferblatt hinzuzufügen, entsprechend den Zahlen auf der 24-Stunden-Skala. Sie mussten sich nur merken, dass 12, 3, 6 und 9 sechs Stunden auseinander auf der Skala waren. Eine intelligente Kompromisslösung, die viel über die Metallurgie und Chemie der Zeit aussagt.

Das glänzend weiße Zifferblatt der Explorer II — das sogenannte «Polar-Zifferblatt» — ist eine chromatische Variante, keine separate Linie. Der Begriff «Rail Dial» ist dagegen spezifisch für die ref. 16550 mit cremefarbenem Zifferblatt: es bezeichnet jene Exemplare, bei denen das «C» von «Chronometer» vertikal mit dem «C» von «Certified» im Zifferblatttext ausgerichtet ist. Eine minimale grafische Besonderheit, die von Sammlern aus Gründen gesucht wird, die mehr mit statistischer Seltenheit als mit Lesbarkeit zu tun haben. Bei der ref. 14270 bezeichnet die Variante «Blackout» die erste Serie mit den Ziffern 3, 6, 9 gefüllt mit schwarzem Email: die teuerste unter den Varianten dieser Referenz.

Mit der ref. 216570 (2011) führt Rolex die Maxi-Marker ein, vergrößert, um das auf 42 mm gewachsene Zifferblatt auszugleichen. Auf dem Polar bleibt die Kontur schwarz; auf der schwarzen Version sind die Marker in Weißgold. Das Chromalight, fluoreszierend mit blauer Emission, tritt in die Explorer-Linie kombiniert mit dem Kaliber 3230 ein. Die Markierung «T SWISS T» auf älteren Zifferblättern zeigt fluoreszierendes Tritium an; «T SWISS 25 T», eingeführt auf Mark IV, spezifiziert eine Aktivität unter 25 mCi nach den Sicherheitsbestimmungen der Zeit.

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