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Afrikanischer Strauß - Straußenleder

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Die Haut des afrikanischen Straußes — Struthio camelus — ist an den charakteristischen runden Knötchen auf der Oberfläche erkennbar: Es sind die Federfollikel, die ein echtes Leder von einer Imitation unterscheiden. Die wertvollste Stelle ist die Mitte des Rückens, wo die Knötchen gleichmäßiger und dichter sind. An den Seiten wird die Haut glatter — weniger charakteristisch, aber immer noch von Qualität. Ich habe den Strauß immer im Vergleich zum Alligator unterschätzt. Das ist ein Fehler. Straußenleder ist außergewöhnlich widerstandsfähig — sogar widerstandsfähiger als der Strauß selbst, wenn ich das so sagen darf. Es hat eine natürliche Flexibilität, die es dem Armband erlaubt, sich ohne Einlaufen an das Handgelenk anzupassen. Es wird bei Kälte nicht steif und reißt nicht bei längerem Gebrauch. Die Gerbung ist entscheidend. Vegetabil gegerbtes Straußenleder entwickelt eine warme Patina, wobei die Knötchen mit der Zeit immer deutlicher werden. Chromgegerbtes Straußenleder ist gleichmäßiger und weniger interessant — das erkennt man am Griff. Zur Kombination: Schwarzes oder anthrazitgraues Straußenleder an einer Rolex Explorer oder einer IWC Pilot mit 20–22 mm funktioniert sehr gut — die Textur ist dezent genug, um die Uhr nicht zu überlagern, aber charakteristisch genug, um sich von normalem Kalbsleder abzuheben. Tabakbraun an einer Vintage-Dresswatch gehört zu meinen Lieblingskombinationen.
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Domande frequenti

Wie erkenne ich echtes Straußenleder von einer Imitation?

Die Noppen auf der Oberfläche eines echten Straußes sind dreidimensional – man fühlt sie, bevor man sie sieht. Eine Nachahmung, die auf Rindsleder gedruckt ist, hat flache, regelmäßige, identische Noppen. Der echte Strauß hat Noppen in leicht variierender Größe, die organisch angeordnet sind. Im zentralen Rückenbereich sind sie dichter, an den Seiten werden sie seltener. Wenn alle Noppen identisch sind, handelt es sich um einen Druck.

Hält der Strauß dem täglichen Gebrauch stand wie ein Kalb?

Besser. Die faserige Struktur des Straußleders ist von Natur aus elastisch – sie passt sich dem Handgelenk ohne Einlaufen an und widersteht wiederholtem Biegen, ohne zu reißen. Für alle, die die Uhr den ganzen Tag tragen, ist Straußleder eine praktische und zugleich ästhetische Wahl. Einzige Vorsicht ist anhaltende Feuchtigkeit: Wie alle exotischen Leder mag es keinen ständigen Schweiß.

Mit welchen Uhren kombiniere ich Straußenleder?

Der schwarze oder anthrazitfarbene Strauß auf einer Explorer oder einem Pilot mit 20-22 mm ist eine solide Kombination – die Textur ist charakteristisch, ohne übertrieben zu wirken. Das Tabakbraun auf einer Vintage-Dresswatch aus den 60er-70er Jahren gehört zu meinen Favoriten. Ich vermeide Strauß auf Sportuhren mit integriertem Gehäuse – die Textur ist für diesen Kontext zu formell.