Almanacco del Cinturino

Subacqueo

Eine Taucheruhr ist nicht einfach nur eine wasserdichte Uhr: Sie ist eine präzise technische Kategorie, die durch die Norm ISO 6425 definiert wird und wiederholbare und überprüfbare Mindestanforderungen festlegt. Der Unterschied zu einer gewöhnlichen water-resistant Uhr liegt in der Testmethodik — statischer und dynamischer Druck, Stoßbeständigkeit, Lesbarkeit bei schlechten Sichtverhältnissen — und in spezifischen Funktionselementen, die eine gewöhnliche Armbanduhr nicht haben muss.

Die sichtbarste Anforderung ist die unidirektionale Drehbare Lünette. Sie dreht sich nur gegen den Uhrzeigersinn: Wird sie beim Tauchen versehentlich angestoßen, kann sie nur eine kürzere Restzeit anzeigen, niemals länger. Das ist ein passives Sicherheitsprinzip, kein ästhetisches Gimmick. Modelle mit Keramiklünette bieten zusätzliche Kratz- und Korrosionsbeständigkeit und erhalten die Lesbarkeit der Skala über die Zeit. Es gibt auch die Lösung der internen Lünette, gesteuert durch eine separate Krone: die Wahl der C65 Super Compressor Elite, die ein von EPSA in den 1950er Jahren patentiertes System wiederbelebt, bei dem der hydrostatische Druck selbst die Dichtung der Dichtungen umso besser macht, je tiefer man hinabsteigt.

Die verschraubte Krone ist ein weiteres strukturelles Element: Sie verschließt sich mit Gewinde gegen das Gehäuse und verdichtet eine Gummidichtung. Ohne diesen Mechanismus kann jede Druckänderung beim Aufstieg Wasser in die Spalte drücken. Bei Uhren für technisches Tauchen oder Sättigung — wo der Taucher tagelang in einer Überdruckkammer lebt — wird ein Helium-Ablassventil hinzugefügt. Helium, das in Atemgasgemischen in großen Tiefen verwendet wird, ist klein genug, um auch durch intakte Dichtungen einzudringen. Ohne Ventil könnte sich während der Dekompression angesammelter Druck das Kristallglas ablösen. Das Ventil kann manuell wie bei der ursprünglichen Sea-Dweller oder automatisch sein; die Standardposition liegt auf 9 oder 10 Uhr, aber jeder Hersteller hat seine eigenen Entscheidungen.

Die Unterscheidung zwischen Skin Diver und Scuba Diver im technischen Jargon der 1960er und 1970er Jahre hatte praktische Bedeutung: Erstere waren dünner und für Apnoe-Taucher oder Schwimmer mit leichter Ausrüstung konzipiert; letztere wurden gebaut, um den Drücken des Atemgeräts zu widerstehen, und waren oft für den professionellen Einsatz zertifiziert. Heute ist die Unterscheidung fast nur noch historisch und für Sammler relevant, aber sie leitet immer noch die Interpretation bestimmter Designentscheidungen bei Vintage-Uhren.

Die Leuchtkraft der Indizes — heute fast universell Super-LumiNova — ist kein dekoratives Detail: Unter Wasser nimmt Sonnenlicht mit der Tiefe schnell ab, und die Lesbarkeit der Uhrzeit ist eine Frage der Orientierung und Sicherheit. Dasselbe gilt für die Dekompressionsleiter, die bei einigen Modellen aus den 1960er und 1970er Jahren auf dem Gehäuseboden eingraviert oder als Gedächtnisstütze für Dekompressionspausen ins Zifferblatt integriert war.

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