Almanacco del Cinturino

Smaltatura a fuoco

Feuer-Emailliertechnik ist eine der wenigen dekorativen Techniken der Uhrmacherei, bei der das Endergebnis bis zur Öffnung des Ofens nie vollständig vorhersehbar ist. Email – eine Mischung aus fein gemahlenen Mineraloxiden – wird in aufeinanderfolgenden Schichten auf eine Metallbasis, normalerweise Kupfer oder Messing, aufgetragen und jedes Mal bei Temperaturen zwischen 750 und 850°C gebrannt. Jedes Brennen kann verändern, was zuvor getan wurde. Minimale Schwankungen in Feuchte, Umgebungstemperatur oder sogar in der Pastekomposition zwingen den Handwerker, jeden Schritt in Echtzeit anzupassen.

Es gibt deutlich unterschiedliche technische Varianten, und sie zu verwechseln ist ein häufiger Fehler. Im klassischen Grand Feu wird das Email über die gesamte Oberfläche verteilt und wiederholt gebrannt, bis eine gleichmäßige, glänzende Schicht mit einer optischen Tiefe entsteht, die kein Druck reproduzieren kann. Bei Champlevé wird das Metall zunächst graviert, die Vertiefungen werden schichtweise mit farbigem Email gefüllt und dann jede Schicht separat gebrannt; malerische Details entstehen erst am Ende, handgemalt. Bei Cloisonné beginnt die Arbeit mit den Stegen: ultradünne Gold- oder Silberstreifen werden verlötet, um Zellen zu bilden, die die Farbfelder begrenzen, dann mit dem Pinsel mit verschiedenen Emails gefüllt und bis zu zwanzigmal gebrannt. Auf einem Zifferblatt von 18 Millimetern Durchmesser, wie bei bestimmten Stücken, die in Zusammenarbeit mit Genfer Handwerkern entstanden sind, nimmt diese Arbeit ganze Tage in Anspruch.

Miniaturmalerei auf Email ist eine noch extremere Variante: die Zeichnung wird mit Tinte nachgezeichnet, dann von zwanzig oder mehr Schichten Pastellfarbe bedeckt, die dünn genug sind, um Licht durchzulassen. Jede Schicht erfordert ein Brennen. Für ein mittelgroßes Zifferblatt erreicht man leicht 35 Stunden tatsächliche Arbeit, ohne die Stücke zu zählen, die wegen Mängeln, die beim Brennen entstehen, verworfen werden.

Von meiner Werkbank aus habe ich emaillierte Zifferblätter gesehen, die Mikrorisse aufweisen, die mit dem bloßen Auge unsichtbar, aber unter einer Lupe sichtbar sind: Mängel, die Monate nach der Lieferung auftauchen, verursacht durch zu schnelles Abkühlen oder eine nicht perfekt vorbereitete Metallbasis. Deshalb verwenden seriöse Ateliers einen erheblichen Prozentsatz der Produktion und veröffentlichen die Zahlen nicht. Emaillierung verzeiht keine Näherungen und keine Geschwindigkeit.

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