Almanacco del Cinturino

Rivestimento nero

PVD und DLC sind nicht dasselbe, auch wenn das visuelle Ergebnis identisch aussehen kann. Sie zu verwechseln ist ein häufiger Fehler, den ich selbst in seriösen Uhrengeschäften höre. Es lohnt sich, sie mit Genauigkeit zu unterscheiden.

PVD, Physical Vapor Deposition, ist ein physikalisches Abscheidungsverfahren: Das Beschichtungsmaterial — typischerweise Titannitrid oder Chromnitrid — wird unter Vakuum verdampft und als dünne Schicht auf die Metalloberfläche aufgebracht, typischerweise zwischen 2 und 5 Mikron. Das Ergebnis ist ein harter, haftender Film, der gegen Abrasion beständig ist. Die schwarze Variante wird durch Modulation des Reaktivgases während des Prozesses erreicht: Stickstoff für das Nitrid, Acetylen oder Methan für dunklere Töne. Die Porsche Design Chronograph 1 von 1972 war die erste Serienarmbanduhr mit einem vollständig schwarzen PVD-beschichteten Gehäuse: Damals war dies eine radikale technische und formale Wahl.

DLC, Diamond-Like Carbon, ist hingegen eine Beschichtung auf Basis von amorphem Kohlenstoff, die ebenfalls unter Vakuum abgeschieden wird, aber mit unterschiedlichen Plasmaprozessen — CVD oder PECVD. Die Härte ist deutlich höher als die von traditionellem PVD: Wir sprechen von Werten um 1500–3000 HV gegenüber 1000–1500 HV von Titannitrid. Die Dicke ist noch kleiner, oft unter einem Mikron. Die Farbe ist undurchsichtiges Schwarz, fast ohne Reflexionen, was im kommerziellen Jargon als stealth bezeichnet wird. DLC ist teurer in der Anwendung und anspruchsvoller in Bezug auf die Oberflächenvorbereitung: Die Oberfläche muss vor der Abscheidung perfekt sauber und glatt sein, sonst haftet die Beschichtung nicht gleichmäßig an.

In beiden Fällen ist die Beschichtung nicht im absoluten Sinne dauerhaft. Bei Gebrauch zeigen Kanten und Kontaktzonen zuerst Verschleißzeichen vor ebenen Flächen. Dies ist kein Mangel: Es ist die physikalische Natur jeder dünnen Schicht auf einem weicheren Untergrund. Der Stahl darunter bleibt intakt; die Ästhetik verändert sich.

Ein Detail, das ich oft übersehen sehe: PVD auf Bewegungskomponenten — Kaliber, Brücken — dient auch der Schaffung visueller Kontraste. Im Kaliber 2967 von Girard-Perregaux heben sich die handpolierten Einfassungen von der schwarzen Oberfläche mit einer Tiefenwirkung ab, die nicht oberflächlich dekorativ ist: Sie ist das direkte Ergebnis der Veredelungstechnik in Kombination mit der Beschichtung. Hier ist Schwarz Teil der technischen Sprache der Bewegung, nicht nur des Gehäuses.

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