Die Chronographendrücker — auch Pusher genannt, von der angelsächsischen Terminologie, die sich in der Werkstatt etabliert hat — sind nicht alle gleich, und der Unterschied ist weit mehr als ästhetisch. Vor dem Design zählt der Aktivierungstyp und der Wasserdichtheitsgrad, den er dem Gehäuse garantiert.
Die grundlegende Unterscheidung liegt zwischen Schraubdrückern und Pumpdrückern. Schraubdrücker, wie die der Rolex Daytona, haben ein Gewinde, das sie gegen das Gehäuse sperrt: Vor dem Betätigen des Chronographen müssen sie abgeschraubt und dann wieder festgedreht werden. Ursprünglich war dies eine Lösung zur Verbesserung der Wasserdichtheit; heute, mit modernen Dichtungen, betrachten viele Techniker dies als überflüssig, aber es bleibt eine Signatur des Modells. Pumpdrücker dagegen werden direkt gedrückt, ohne vorherige Operationen: Sie sind die klassische Lösung, die man bei drei von vier Vintage-Chronographen findet, die meine Werkstatt passieren.
Innerhalb der Kategorie der Pumpdrücker gibt es präzise morphologische Varianten. Piston-style pushers haben ein zylindrisches, hervorstechendes, bewusst robustes Profil: Man sieht sie bei militärischen und sportlichen Chronographen der 1950er und 1960er Jahre, bei Werken wie dem Valjoux 23 oder Kaliber 11, und sie evozieren direkt die Industrieästhetik jener Epoche. Pump-style pushers im engeren Sinne haben dagegen eine leicht gewölbte, weichere Form, die bei historischen Breitling Navitimer, bei der ersten Generation Zenith El Primero, bei dieser ganzen Familie von Chronographen zu finden ist, wo der Drücker fast nach außen aufgequollen wirkt. Der Unterschied zwischen den beiden Typen ist für ein geübtes Auge deutlich; für ein ungeübtes Auge weniger.
Eine spezifische Variante entstand für Einsatzzwecke: Die übergroßen Drücker bei Militärpilot-Chronographen, konzipiert um mit Handschuhen betätigt zu werden. Hamiltons Typ H-75 und bestimmte Hanhart-Modelle aus Titan behalten diese Geometrie aus historischer Konsistenz mit den Original-CP-1s aus den 1960er und 1970er Jahren.
Am entgegengesetzten Extremende befinden sich flush-mounted pushers, bündig mit dem Gehäuse integriert ohne Vorsprung. Porsche Design führte sie mit IWC in den 1970er Jahren als Wahl formaler Reinheit ein; heute findet man sie bei bestimmten zeitgenössischen Chronographen, wo der Designer das seitliche Profil des Gehäuses reduzieren möchte. Der Kompromiss ist ergonomisch: Einen bündigen Drücker zu drücken ist weniger unmittelbar, besonders mit nassen Fingern.
Knurled pushers — geriffelt — sind zunächst ein funktionales Detail vor einem dekorativen: Die Riffelung verbessert den Grip und erinnert an die Ästhetik von Autosteuerungen, wie bei bestimmten Chopard-Chronographen zu sehen, die mit der Rennwelt verbunden sind.
Drücker können unabhängig vom Gehäuse Oberflächenbehandlungen erhalten: Schwarzes DLC (Diamond-Like Carbon) wird speziell auf Drückern angebracht, weil sie der Oberfläche am stärksten durch wiederholte Nutzung ausgesetzt sind. Ein Drücker, der hundertmal am Tag gedrückt wird, zerkratzt früher als jeder andere Teil des Gehäuses.