Almanacco del Cinturino

Costruzione monobloc

Die Monobloc-Konstruktion beseitigt Verbindungsstellen zwischen den Hauptgehäusekomponenten: Mittelteil, Gehäuseboden und in vielen Varianten auch die Lünette entstehen aus einem einzigen Block aus bearbeitetem oder gegossenem Material. Weniger Teile bedeutet weniger Wassereintrittstellen, weniger Kontaktflächen, die dem Verschleiß unterliegen, weniger Variablen, die in der Werkstatt zu kontrollieren sind. Von der Werkbank kann ich sagen, dass man den Unterschied in der Hand spürt, bevor man die Uhr überhaupt öffnet.

Die strengste Anwendung findet sich bei Tauchuhren mit zertifizierter Tiefe: Bei der Caribbean 1000 von 1964 und der Omega Seamaster Ploprof reduziert das Monobloc-Gehäuse die Öffnungen auf das Kristallglas allein. Kein verschraubbarer Gehäuseboden, keine geschweißte Verbindung zwischen Mittelteil und Boden. Der Zugang zum Werk erfolgt von der Seite der Lünette — oder bei neueren Konstruktionen wie der von Hemipod in der 2025er-Version durch ein speziell entworfenes Rückensystem, um das historische Problem dieser Geometrie zu lösen: schwierige Wartung. Dies ist der echte Nachteil des reinen Monobloc, den Zeitschriften oft nicht ausreichend betonen.

Die Nautilus ref. 3700 von 1976 machte das Konzept auch außerhalb des Tauchens erkennbar: integriertes Gehäuse und Lünette, Armband, das aus dem Gehäuse ohne traditionelle Anstoßlaschen hervorgeht. Die moderne ref. 5811 folgt der gleichen Logik. Die neue Vacheron Constantin Historiques 222 hingegen verlässt das Monobloc des Originals von 1977 zugunsten einer dreiteiligen Konstruktion mit transparentem Gehäuseboden: pragmatische, begründete Wahl, aber eine, die den strukturellen Charakter des Objekts verändert.

Der Begriff gilt auch für einzelne Komponenten. Chopard hat Gongs patentiert, die direkt aus Saphirkristall herausgearbeitet sind und als ein einziges Stück mit der transparenten Oberfläche vibrieren. Atelier Bernard arbeitet Ankerhemmungsräder als Monobloc in einem Stück: die Herstellungsschwierigkeit ist real, es ist kein Marketing. Piaget treibt das Konzept mit der Altiplano Ultimate Concept Tourbillon auf die Spitze: Werk und Gehäuse in einer Ebene integriert, Komponenten direkt im Gehäuseboden bearbeitet.

Materialien ändern die Geschichte nur teilweise. Keramik, Titan, Tantal, 316er Stahl: das Konstruktionsprinzip bleibt bestehen. Rado nutzt Spritzguss, um Gehäuse und Armband aus Keramik in einem Stück herzustellen — ein anderes Verfahren als Fräsen, konzeptionell ein ähnliches Ergebnis. MING hat Tantal auf die gleiche Weise bearbeitet. Was sich ändert, ist der Bearbeitungsaufwand und folglich die Produktionskosten.

Die Cerachrom-Lünette von Rolex — Monobloc aus Keramik, ohne Nähte oder Einsätze — ist ein spezifischer Fall, in dem der Begriff für eine Unter-komponente, nicht für das gesamte Gehäuse gilt. Es lohnt sich, dies zu unterscheiden.

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