Cronografo a comando a camme

Definizione rapida: Die Nockensteuerung ist die in der Geschichte des mechanischen Chronographen am weitesten verbreitete Lösung, nicht die anspruchsvollste. Sie funktioniert so: zwei oder drei Nocken — exzentrische Profile, die auf mit ...

Die Nockensteuerung ist die in der Geschichte des mechanischen Chronographen am weitesten verbreitete Lösung, nicht die anspruchsvollste. Sie funktioniert so: zwei oder drei Nocken — exzentrische Profile, die auf mit den Drückern verbundenen Wellen sitzen — drehen sich bei jedem Druck und verschieben Hebel, die den Chronographenzug einkuppeln, anhalten oder auf null stellen. Kein gezahntes Schaltrad mit Säulen, keine progressive Auswahl: Die Geometrie der Nocke selbst bestimmt die Aktion.

Der klassische Gegensatz besteht zum Schaltradsystem. Das Column Wheel unterteilt seinen Umfang in abwechselnd hohe und niedrige Sektoren; jeder Druck lässt das Rad einen Schritt weiterlaufen, und die Hebel fallen mit millimetergenauer Präzision in die Aussparungen oder steigen auf die Säulen. Das Ergebnis ist ein am Handgelenk spürbar flüssigerer Start und Stopp. Das Nockensystem hingegen neigt zu einem etwas ruckartigeren Feeling, ist aber weniger empfindlich gegenüber Schmutz, Temperatur und Montagetoleranzen: Deshalb fand man es in Uhrwerken für den professionellen und militärischen Einsatz.

Das Valjoux 7750 — Rückgrat halb der Schweizer Industrie seit den siebziger Jahren — ist die unmittelbare Referenz. Gleiches gilt für das Kaliber 1861 von Omega, das den Speedmaster Professional seit Jahrzehnten ausstattet, ohne dass jemand je seine Zuverlässigkeit unter Extrembedingungen infrage gestellt hätte. Sellita SW510, Hamilton H-51-Si, ETA-Derivate im industriellen Maßstab: alle cam-operated. Das ist keine Notlösung. Es ist eine bewusste ingenieurtechnische Entscheidung, wenn die Anforderung langfristige Robustheit bei großer Produktionsskala ist.

Die Unterscheidung zwischen integriertem und modularem cam-operated-System ist ebenso wichtig wie die zum Column Wheel. Beim modularen System ist der Chronographenmechanismus ein zusätzliches Paket über einem Basiswerk; die Nocken wirken in dieser zusätzlichen Schicht. Beim integrierten System — wie beim in der Fachliteratur genannten Kaliber RW5030 oder bei den originalen Valjoux-Werken — teilen sich Nocken und Chronographenzug die Hauptplatine. Das integrierte System ist flacher, mechanisch steifer, schwieriger zu reparieren, ohne das gesamte Uhrwerk zu zerlegen.

Von der Werkbank aus: Ein gut regulierter Nocken-Chronograph erkennt man beim Zusammenbau daran, dass die Drücker einen gleichmäßigen, trockenen Widerstand bieten. Spürt man am selben Drücker einen weichen und dann einen harten Schritt, liegt eine verschlissene Nocke oder eine ermüdete Rückstellfeder vor. Das Column Wheel hat andere und oft teurer zu behebende Fehler.

Domande frequenti

Was ist der praktische Unterschied zwischen einem Nocken-Chronographen und einem mit Schaltrad?

Das Schaltrad wählt jeden Zustand des Chronographen mit einem präzisen gezahnten Schritt aus und verleiht dem Drücken ein flüssigeres Feeling. Die Nocken arbeiten über exzentrische Geometrie: etwas weniger weich im Anschlag, aber toleranter gegenüber Schmutz und Toleranzabweichungen. Bei längerer Nutzung unter schwierigen Bedingungen halten Nocken tendenziell länger ohne Wartung.

Ist das Valjoux 7750 cam-operated oder hat es ein Schaltrad?

Es ist cam-operated. Das Omega Kaliber 1861 des Speedmaster Professional, das Sellita SW510 und zahlreiche ETA-Derivate nutzen dasselbe Prinzip. Das Schaltrad findet sich bei Werken wie dem Valjoux 7733 in manchen Versionen sowie bei modernen High-End-Kalibern. Ein Column Wheel bedeutet nicht zwangsläufig höhere Qualität: Es hängt von der Anwendung ab.