Glossar · Terminologie

Taucheruhr

IT: Orologio subacqueo

Synonyme: diver watch · orologio da immersione · skin diver

Definition

Eine Taucheruhr ist nicht einfach eine wasserdichte Uhr: Sie ist ein technisches Instrument mit präzisen Anforderungen, die durch die ISO-Norm 6425 kodifiziert sind. Diese Norm schreibt Tests bei einem Druck vor, der um 25 % über dem deklarierten Wert liegt, plus eine Reihe von Überprüfungen der statischen und dynamischen Dichtheit, der Lesbarkeit bei schlechten Lichtverhältnissen, der Stoßfestigkeit und der mechanischen Zuverlässigkeit. Eine Badeuhr, die drei Atmosphären aushält, fällt nicht in diese Kategorie. Der Unterschied ist wichtig, und wer ihn ignoriert, kauft das Falsche.

Die identifikativste Komponente ist die einseitig drehbare Lünette. Sie dreht sich nur gegen den Uhrzeigersinn, denn wenn sie beim Tauchen versehentlich angestoßen wird, kann sie nur die registrierte Zeit verkürzen, nicht verlängern. Wenn man unterwasser Fehler macht, kann das tödlich sein. Die Lünette dient zur Berechnung der Nullzeit, also der maximalen Zeit, die man in einer bestimmten Tiefe verbringen darf, bevor ein Dekompressionsstop während des Aufstiegs erforderlich wird. Sechzig Klicks, ausgeprägtes Zahnprofil, breite Oberfläche: Alles entspricht der Notwendigkeit, mit Handschuhen oder nassen Händen bedient zu werden.

Bei Uhren, die für Sättigungstauchgänge konzipiert sind, bei denen der Taucher mehrere Tage in einer Überdruckkammer verbringt, kommt das Helium-Auslassventil ins Spiel. Die in großen Tiefen verwendeten Atemgasgemische enthalten Helium, dessen Moleküle so klein sind, dass sie in die Dichtungen eindringen und sich im Gehäuse ansammeln. Beim kontrollierten Aufstieg kann der Kristall platzen, wenn dieser innere Druck nicht abgelassen wird. Das Ventil, das sich typischerweise auf 9 oder 10 Uhr am Gehäuse befindet, öffnet sich, wenn die Druckdifferenz den kritischen Schwellenwert erreicht, und lässt das Gas entweichen. Nicht alle Taucher brauchen es: Ein Freizeittaucher arbeitet nicht in Sättigung.

Das leuchtende Material auf den Indizes ist eine weitere ISO-Anforderung: Die Lesbarkeit muss auch ohne Licht gewährleistet sein. Super-LumiNova in seinen verschiedenen Gütevarianten absorbiert Licht und gibt es wieder ab. Unter Wasser, schon in wenigen Metern Tiefe, verschwinden die roten Wellenlängen und die wahrgenommene Farbe unterscheidet sich erheblich von der Oberfläche.

Eine historische Variante ist die sogenannte Skin-Diver, ein Begriff aus den 1950er und 1960er Jahren für Uhren für Freizeittaucher ohne Neoprenanzug, mit moderater Wasserfestigkeit und kompaktem Gehäuse. Die Linksaskrone, die die Krone auf die dem Normalen gegenüberliegende Seite verschiebt, ist dagegen eine technische Lösung, um die Krone vom Kontaktpunkt mit dem Handschuh fernzuhalten und so versehentliches Öffnen während des Tauchgangs zu vermeiden.

Der nächste Schritt

Das richtige Armband wählt man nicht. Man baut es gemeinsam.

Vom Termin im Atelier bis zur Lieferung ist jeder Schritt für jene gedacht, die wissen, dass gute Dinge Zeit brauchen. Seltene Leder, ein Stück nach dem anderen, achtzehn Monate Garantie.

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