Glossar · Terminologie

Explorer Uhr

IT: Explorer Watch

Synonyme: explorer's watch · freccione · orologio da esplorazione

Definition

Die Explorer's Watch und die Field Watch teilen funktionale Wurzeln, sind aber nicht das Gleiche: die Field Watch entstand, um die Zeit im Kampf anzuzeigen, die Explorer's Watch fügt Merkmale hinzu, die für extreme Umgebungen, Höhlen, große Höhen und Polarexpeditionen konzipiert sind. Die Unterscheidung ist nicht ästhetisch, sondern konzeptionell.

Der am meisten studierte historische Bezugspunkt ist die Rolex Explorer II Referenz 1655, genannt Freccione für ihren breiten orange-farbenen Pfeilstundenzeiger. Dieser Spitzname sagt alles über den visuellen Charakter des Modells. Der zusätzliche 24-Stundenzeiger der 1655 ist jedoch kein echter GMT-Zeiger: er ist nicht unabhängig vom Stundenzeiger, erlaubt nicht das Ablesen von zwei separaten Zeitzonen. Es ist ein reiner und einfacher Tag-/Nacht-Indikator. Um den fehlenden Lume auf der festen Lünette auszugleichen, fügte Rolex 24 Tritium-Indizes auf dem Zifferblatt hinzu, sodass das Ablesen auch in der Dunkelheit möglich war. Es genügte zu wissen, dass 12, 3, 6 und 9 auf der Skala sechs Stunden auseinander lagen. Die echte GMT-Funktionalität kam erst mit der 16550.

Auf den Zifferblättern der 1655 und der nachfolgenden Generationen erscheinen zwei unterschiedliche Markierungen: T SWISS T für einfache Verwendung von leuchtend Tritium, T SWISS 25 T (ab Mark IV) um eine Emission unter 25 Millicuries anzuzeigen, in Übereinstimmung mit Radioaktivitätsvorschriften. Dies ist kein dekoratives Detail: es ist eine Konformitätserklärung.

Die Referenzen 16550 und 16570, heute als neo-vintage oder youngtimer klassifiziert, gehören zu den gefragtesten auf dem Sekundärmarkt. Die 1655 mit Crème-Zifferblatt hat eine sehr seltene Variante namens Rail Dial: das "C" in "Chronometer" befindet sich perfekt bündig mit dem "C" in "Certified" in der unteren Zeile. Dies ist eine typografische Besonderheit, nicht funktional, aber Sammler zahlen dafür. Die 14270, Explorer I, hat wiederum eine Variante namens Blackout: die Zahlen 3, 6, 9 mit schwarzem Email in der ersten Produktionsserie gefüllt. Sie ist die teuerste Version der Referenz.

An der 216570 kommen die Maxi Marker an, größer, um das 42-mm-Zifferblatt auszugleichen. Beim weißen Zifferblatt, im Sammlerjargon Polar Dial genannt, behalten sie die schwarze Kontur; auf Schwarz sind sie in Weißgold. Die Explorer Lugs, die Gehäuseöhren, verlaufen gerade vom breitesten Punkt des Gehäuses: utilitaristische Geometrie, keine Drehung, vielfach kopiert. Das Easylink-System an der 226570 ermöglicht es, das Armband um etwa 5 mm ohne Werkzeuge zu verlängern. Nützlich auf Expeditionen mit Handschuhen. Beim Kaliber 3185 neigt der GMT-Zeiger während der Einstellung zu leichten Schwingungen: dies beeinträchtigt nicht die Genauigkeit, aber wer dies nicht kennt, macht sich Sorgen.

Häufige Fragen

Ist die Rolex Explorer II Ref. 1655 eine echte GMT-Uhr?

Nein. Die 24-Stunden-Zeiger der 1655 ist mit dem Stundenzeiger synchronisiert und kann nicht unabhängig eingestellt werden. Es ist ein Tag-/Nacht-Indikator, kein System zum Ablesen von zwei Zeitzonen. Die echte GMT-Funktion mit separablem Zeiger kommt erst mit der nachfolgenden Ref. 16550.

Was bedeutet 'polar dial' bei einer Explorer II?

Es ist der umgangssprachliche Name für das glänzende weiße Zifferblatt der Rolex Explorer II. Bei der Tudor Black Bay Pro wird die gleiche Variante mit einer leicht strukturierten Opalfinish neu interpretiert, die sich vom ursprünglichen Rolex-Lack unterscheidet.

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Das richtige Armband wählt man nicht. Man baut es gemeinsam.

Vom Termin im Atelier bis zur Lieferung ist jeder Schritt für jene gedacht, die wissen, dass gute Dinge Zeit brauchen. Seltene Leder, ein Stück nach dem anderen, achtzehn Monate Garantie.

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