Glossar · Terminologie

Fumé-Zifferblatt

IT: Quadrante Fumé

Synonyme: fumé dial · quadrante sfumato · smoked dial · gradient dial

Definition

Fumé ist ein Farbverlauf, der auf das Zifferblatt aufgebracht wird: heller in der Mitte, progressiv gesättigter oder dunkler zum Rand hin. Es ist nicht ein einzelner Effekt, sondern eine Familie von Behandlungen, die die gleiche visuelle Logik teilen, aber sich in der Ausführung grundlegend unterscheiden.

Die am weitesten verbreitete Technik verwendet angestrichene oder lackierte Pigmente, die in Schichten aufgebracht werden, mit zunehmender Dichte von der Achse zum Rand. Das darunter liegende Sunburst-Finish — gebürstete Strahlen vom Zentrum — verstärkt die optische Bewegung: Das Licht springt zurück zum Betrachter und der Farbverlauf scheint sich mit dem Betrachtungswinkel zu atmen. Es ist die Methode von Omega auf der Seamaster Aqua Terra, von Doxa auf der Sub 200 II, von AVI-8 auf Flyboy-Versionen. Reproduzierbares Ergebnis, beherrschte Kosten, solides Rendering.

Die Grand-Feu-Emaille-Variante ist etwas ganz anderes. Der Meisteremailleur arbeitet mit handgemahlenen Pigmenten, ordnet sie auf der Basis an — oft gehämmert, um Struktur zu geben und das Glas zu halten — und brennt im Ofen über 800 °C. Zwölf aufeinanderfolgende Brände sind nicht selten. Jeder Durchgang kann den Ton vorheriger Schichten verändern: das Ergebnis ist nie identisch mit dem Prototyp. Moser nutzt diesen Weg seit Jahren für seine Violette, Mitternachtsblau, geräuchertes Lachs. Das Kong-Lingjun-Atelier arbeitet so an der Ancestra.

Dann gibt es Fumé auf Saphir: Czapek auf der Promenade Transparencies bringt eine Metallbeschichtung mit Punkten von 8 Mikrometern Durchmesser an, verteilt mit zunehmender Dichte vom transparenten Zentrum zum farbigen Rand. Für das bloße Auge verschwinden die Punkte; es bleibt nur der Farbverlauf. Es ist ein optisches Engineeringverfahren, nicht eine handwerkliche Tradition.

Reverse Fumé kehrt die Logik um: der Rand ist hell und die Mitte dunkel oder metallisch. Straum nutzt dies, um Eis zu imitieren, das sich von außen zum Kern bildet. Das ist keine neue Erfindung — einige Zifferblätter aus den Siebzigern funktionierten gleich — aber der Name ist neu.

Aus der Werkstatt: Fumé altert schlecht, wenn der Lack nicht durch ein luftdichtes Glas oder eine abschließende Lackschicht geschützt ist. Vintage-Zifferblätter mit diesem Effekt zeigen oft Halos oder unbeabsichtigte Tonvariationen in Bereichen neben geklebten Indizes. Das ist kein Fehler, der unbedingt korrigiert werden muss: Bei manchen Stücken wird es zum Charakter. Bei signierten hingegen senkt es die Bewertung.

Der nächste Schritt

Das richtige Armband wählt man nicht. Man baut es gemeinsam.

Vom Termin im Atelier bis zur Lieferung ist jeder Schritt für jene gedacht, die wissen, dass gute Dinge Zeit brauchen. Seltene Leder, ein Stück nach dem anderen, achtzehn Monate Garantie.

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