Glossar · Terminologie

Artigianato orologiero giapponese

Synonyme: artigianato giapponese · tecniche tradizionali giapponesi · finitura giapponese

Definition

Japan hat ein System dekorativer und Veredelungstechniken entwickelt, das in keiner anderen Uhrmachertradition seinesgleichen hat. Es handelt sich nicht um nachträglich angewandte Ästhetik: jede Technik stammt aus einem autonomen, oft jahrhundertealten Handwerk und wird an das Zifferblatt oder das Gehäuse angepasst, ohne sich zu verfälschen.

Zaratsu-Polieren ist der bekannteste Fall. Der Name ist die japanische Transliteration der deutschen Marke Gebrüder Sallaz — ザラツ — und bezeichnet eine Technik, bei der die flache Seite des Schleifrades die ebenen Flächen des Gehäuses bearbeitet und einen verzerrungsfreien Spiegellack erzeugt. Minase nennt es immer noch Sallaz und bewahrt den ursprünglichen Namen. Grand Seiko verwendet es mindestens seit den 1950er Jahren. Das sichtbare Ergebnis ist der scharfe Übergang zwischen einer polierten und einer gebürsteten Fläche: wenn auch nur eine leichte Restkrümmung vorhanden ist, sieht man sie.

Mit Urushi-Lack bearbeitete Zifferblätter sind ein eigenes Kapitel. Urushi ist der Saft des Baumes Toxicodendron vernicifluum: im rohen Zustand ist er hochgiftig, erfordert langwierige Behandlungen, härtet durch Feuchtigkeitsaufnahme aus der Luft aus und wird mit der Zeit härter als moderne Polymere. Das tiefe Schwarz wird durch Eisenzusatz erreicht. Die Maki-e-Technik — «bestreutes Bild» — sieht vor, dass Gold- oder Silberpulver schichtweise auf die noch frische Lackoberfläche verteilt wird. Isshu Tamura, der Meisterlackierer, der für Grand Seiko an bestimmten Stücken wie der SBGW295 arbeitet, konstruiert Marker und Zeiger mit dieser Methode. Das Ergebnis ist dreidimensional, nicht gedruckt.

Shibo Urushi ist eine Variante, die von Junichi Hakose durch Mischen von Lack, Pigment und Eiweiß geschaffen wurde: die resultierende Oberfläche hat Nuancen, die sich je nach Licht verändern, und jedes Zifferblatt ist per Definition einmalig. Shikkoku bezeichnet das dichteste mit Urushi erreichbare Schwarz — ein Schwarz, das Licht absorbiert, ohne es zu reflektieren — und wurde später auch außerhalb der Lacktradition zu einer ästhetischen Referenz.

Auf dem Zifferblatt übersetzen sich japanische Landschaftsinspirationen in präzise Texturen. Die Washi-Veredelung imitiert die Faser des Shoji-Papiers: bei bestimmten Citizen-Uhren wird echtes Papier verwendet, porös genug, um Licht zur Solarzelle durchzulassen. Kirazuri — eine xylographische Technik mit Glimmerpulver — erzeugt einen kaleidoskopischen Funkelalarm-Effekt, sichtbar beispielsweise bei der Grand Seiko SLGH021. Das Asanoha-Motiv, Hanfblatt, ist ein geometrisches Muster aus der japanischen Textiltradition, das auf bestimmten Seiko Presage-Zifferblättern in Relief eingraviert ist.

Takumi (匠) ist der Begriff, der all dies umfasst: nicht nur «Handwerker», sondern anhaltende Hingabe an ein spezifisches Handwerk. Das Konzept von Dou (道), dem Weg, gibt stattdessen die Philosophie an, die jede Produktionsentscheidung leitet — von der Geometrie des Gehäuses bis zur Lesbarkeit des Zifferblatts. Dies sind Worte, die japanische Hersteller mit Präzision verwenden, nicht als Slogans.

Der nächste Schritt

Das richtige Armband wählt man nicht. Man baut es gemeinsam.

Vom Termin im Atelier bis zur Lieferung ist jeder Schritt für jene gedacht, die wissen, dass gute Dinge Zeit brauchen. Seltene Leder, ein Stück nach dem anderen, achtzehn Monate Garantie.

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