Glossar · Terminologie

Emaillierung

IT: Smaltatura

Synonyme: smalto a fuoco · enamel dial · quadrante smaltato

Definition

Emaillierung ist eine der wenigen Uhrmachertechniken, die keinen Fehler verzeiht: Jede Unvollkommenheit ist sichtbar, jedes Brennen ist irreversibel. Es besteht darin, glasartige Metalloxide auf eine feste Oberfläche — fast immer Kupfer, Gold oder Silber — durch ein oder mehrere Ofenbrände zu schmelzen. Das Ergebnis ist ein Material, das nicht verblasst, nicht so leicht zerkratzt wie Lack und seine Farbe über Jahrhunderte hinweg behält, wenn es gut gepflegt wird.

Die grundlegende Unterscheidung ist zwischen Grand Feu und Petit Feu. Grand Feu wird bei Temperaturen über 800°C gebrannt, oft über 900°C hinaus; das Email verglast vollständig und verbindet sich dauerhaft mit dem Untergrund. Petit Feu funktioniert bei niedrigeren Temperaturen, um 500-600°C, und wird für überlagerte Details verwendet — Text, Ziffern, Sekundärdekoration — die einen zweiten Hochtemperaturbrand ohne Schmelzen oder Fließen nicht überstehen würden. Beim Breguet Classique Souscription 2025 beispielsweise ist der weiße Hintergrund Grand Feu, die schwarzen arabischen Ziffern sind Petit Feu: zwei Materialien, zwei Brände, zwei unterschiedliche thermische Regimes auf dem gleichen Zifferblatt.

Innerhalb des Grand Feu gibt es konstruktiv unterschiedliche Techniken. Beim Cloisonné werden dünne Golddrahtfasaden auf den Untergrund gelötet, um Zellen mit verschiedenfarbigen Emails zu bilden: Jede Zelle ist ein dichtes Kompartiment, und die Drahtlinie bleibt als grafisches Element sichtbar. Beim Champlevé hingegen werden die Hohlräume durch Gravieren oder Fräsen des Metalls selbst erzeugt; das Email füllt die Vertiefungen aus, und die ursprüngliche Metalloberfläche bleibt zwischen den Bereichen sichtbar. Paillonné fügt dünne Metallblätter — Paillons — zwischen Schichten aus transparentem Email ein und erzeugt innere Reflexionen, die sich mit dem Lichtwinkel ändern. Flinqué trägt transparentes Email auf einer guillochierten Basis auf: Das gravierte Muster bleibt durch die Glasschicht sichtbar, mit einem Tiefeneffekt. Plique-à-jour ist die extremste Technik: Transparentes Email wird von Metallzellen ohne Rückenstütze gehalten, wie ein Kirchenfenster. Das Zifferblatt ist lichtdurchlässig. Es ist auch äußerst fragil.

Für ein schwarzes Grand-Feu-Zifferblatt können bis zu dreißig Pigmentschichten erforderlich sein, jede separat gebrannt. Für einen rauchigen Effekt wie H. Mosers Purple Haze mischt der Meister-Emaillierer das Pigment vor dem Brennen von Hand, konzentrierter an den Rändern, verdünnter in der Mitte. Für die Mondsichel des 28MPR von Brodbeck Guillochage in Fleurier folgen mehrfache Brände stundenlangen manuellen Polieren. Coquille d'œuf — Eierschale — beinhaltet stattdessen Emailpulver, das von Hand auf separate Oberflächen aufgetragen wird, mit schichtweise kontrollierter Oberflächenspannung.

Beim Handwerk habe ich Grand-Feu-Zifferblätter aus dem gleichen Ofen auf völlig unterschiedliche Weise austreten sehen. Die Temperatur ist eine Variable, aber auch die Luftfeuchtigkeit der Umgebung, die Pigmentkörnung und die Auftragsdicke. Es gibt keine Automatisierung, die das Auge des Meister-Emaillierers vor dem Ofen ersetzen kann.

Der nächste Schritt

Das richtige Armband wählt man nicht. Man baut es gemeinsam.

Vom Termin im Atelier bis zur Lieferung ist jeder Schritt für jene gedacht, die wissen, dass gute Dinge Zeit brauchen. Seltene Leder, ein Stück nach dem anderen, achtzehn Monate Garantie.

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