Glossar · Terminologie

Einknopf-Chronograph

IT: Cronografo monopulsante

Synonyme: monopusher · monochiave · single-pusher chronograph · cronografo a un pulsante

Definition

Das Einknopf-Chronograph ist die älteste Form des mechanischen Chronographen: Ein einzelner Knopf steuert die drei Phasen der Zeitmessung — Start, Stopp und Rückstellung — durch aufeinanderfolgende Drücke. Einknopf-Chronographen kamen zuerst, dann erschienen in den dreißiger Jahren Zweiknopf-Chronographen. Das ist keine Vereinfachung: Es ist eine präzise konstruktive Wahl mit Konsequenzen, die mechanisch alles andere als trivial sind.

Die Funktion basiert auf einem internen Sequenzer, der den Zustand des Chronographen bei jedem Druck speichert. Bei hochwertigen Uhrwerken — und ich denke da an historische Minerva, Angelus Kaliber A5000, De Bethune — wird diese Sequenzierung von einem Schaltrad übernommen. Das Schaltrad ist die Komponente, die zuverlässig die Reihenfolge Start-Stopp-Rückstellung festlegt: Die Zähne der Säule heben oder senken die Steuer- und Rückstellhebel mit einer Präzision, die ein Nockensystem nicht nachbilden kann. Ohne Schaltrad funktioniert der Einknopf-Chronograph, aber mit weniger Präzision bei Zustandswechseln.

Der Unterschied zum Zweiknopf ist konzeptionell genauso wie ästhetisch. Mit zwei Knöpfen — einer für Start/Stopp, einer für Rückstellung — sind die Funktionen getrennt und man kann versehentlich keine laufende Zeitmessung zurücksetzen. Mit dem Einknopf löscht ein extra Druck alles. Das erfordert Aufmerksamkeit. Deshalb betrachten manche ihn als ein Werkzeug für diejenigen, die ihre Uhr wirklich kennen.

Der Knopf kann an sehr unterschiedlichen Positionen angebracht sein: Integriert in die Krone (Minerva, Hermès H08, Ming 57.04), auf 2 Uhr in klassischer Tradition positioniert, oder — bei sogenannten Linkshänder-Uhren mit Krone auf 9 Uhr — auf 9:30 oder auf der linken Seite des Gehäuses. In bestimmten Fällen, wie bei der in den Quellen erwähnten Bremont, steuert der Einknopf nicht den Chronographen, sondern den Ewigen Kalender: gleiches Sequenzierungsprinzip, andere Funktion.

Ich habe Dutzende von Einknopf-Uhrwerken aus den dreißiger und vierziger Jahren restauriert. Das wiederkehrende Problem ist nie der Knopf selbst: Es ist die Rückstellfeder, die ermüdet und anomale Drücke auf den Sequenzer ausübt. Bei modernen Einknopf-Chronographen, die von Original-Zweiknopf-Kaliber abstammen — wie der überarbeitete Valjoux 7750 von Albishorn — muss man überprüfen, ob die Sequenzer-Modifikation robust ist: Nicht alle Hersteller bewältigen diese Umwandlung gut.

Der nächste Schritt

Das richtige Armband wählt man nicht. Man baut es gemeinsam.

Vom Termin im Atelier bis zur Lieferung ist jeder Schritt für jene gedacht, die wissen, dass gute Dinge Zeit brauchen. Seltene Leder, ein Stück nach dem anderen, achtzehn Monate Garantie.

Termin anfragen →

Casati Milano · Via XX Settembre 15, Mailand · nur nach Vereinbarung